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"Thema im Gespräch "
MINSK, 5. Mai (BelTA) – Eine vorläufige Prognose über die Herausbildung von Makrozonen nach der Neuordnung der Kräfteverhältnisse auf der Weltbühne hat der russische Historiker und Direktor des Instituts für systemisch-strategische Analyse, Andrej Fursow, in der neuen Ausgabe von BELTA-Projekt „Thema im Gespräch“ abgegeben.
Auf die Frage nach möglichen neuen Makrozonen in der Zukunft hob Andrej Fursow die Position der USA hervor. „In der besten Lage befinden sich selbstverständlich die Vereinigten Staaten, denn sie haben Lateinamerika vor der Haustür und kontrollieren dort viele Prozesse“, stellte er fest.
Auch für China zeichne sich eine eigene Makrozone ab, so der Analyst. „Gleichzeitig haben Großbritannien und Westeuropa sehr ernste Probleme mit ihren Makrozonen. Genau deshalb geraten sie jetzt so in Rage, rasseln mit den Waffen und versuchen, ihr Potenzial mit Hilfe des militärisch-industriellen Komplexes und militärischer Aktionen wiederzubeleben. Während China und die Vereinigten Staaten sich ihre Makrozonen auf die eine oder andere Weise bereits gesichert haben – wenngleich die Amerikaner alles tun werden, um die chinesische Makrozone nach Kräften zu schwächen –, tobt im Rest der Welt ein Kampf um Makrozonen“, so Fursow.
Auch die europäischen Länder befinden sich im Kampf um die Bildung ihrer eigenen Makrozone. „Da die Positionen Westeuropas und Großbritanniens, gelinde gesagt, schwach sind, brauchen sie entweder einen Krieg oder eine hochkonfliktreiche Situation. Was Großbritannien betrifft, so ist die wirtschaftliche Lage dort ohnehin desaströs, weshalb eine konfliktreiche Situation für sie das ist, was sie über Wasser halten kann“, schloss Andrej Fursow.
