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"Thema im Gespräch "
MINSK, 5. Mai (BelTA) - Die postkapitalistische Welt sieht keine große Anzahl von Eliten und Herrschaftsgruppen vor, die der Spätkapitalismus hervorgebracht hat, deshalb findet innerhalb der westlichen Eliten ein Kampf statt. Diese Meinung teilte der russische Historiker und Direktor des Instituts für Strategische Analysen, Andrej Fursow, in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch.“
Andrej Fursow nannte die Hauptursachen für das sogenannte weltweite Chaos. Es bestehe die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Chaos nicht von selbst entstanden sei, sondern von jenen vorprogrammiert worden sei, die derzeit um die Makrozonen kämpften. „Dieses Chaos hat mehrere Quellen. Erstens: Die kapitalistische Welt bricht zusammen und ist bald Vergangenheit. Natürlich wollen die herrschenden Eliten ihre Positionen in der postkapitalistischen Welt bewahren. Doch allem Anschein nach sieht die postkapitalistische Welt nicht eine derart große Anzahl von Eliten und Herrschaftsgruppen vor, wie der Spätkapitalismus sie hervorgebracht hat. Daher findet noch ein Kampf statt: wer wird wen aus der Welt der westlichen Eliten hinausdrängen?“, erklärte er.
„Es ist völlig klar: Da Westeuropa aus dem Kern des kapitalistischen Systems in die Halbperipherie hinausgedrängt wird, wird sich der Status seiner herrschenden Schichten verändern. Mit anderen Worten: Es geht darum, wer wen von der Zukunft abschneidet. Bildlich gesprochen: Große Fische fressen die Kleinen“, so der Historiker.
