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Gesellschaft
05 Mai 2026, 21:44

Expertin: Warum hat der Iran eine der besten geografischen Lagen der Welt?

MINSK, 5. Mai (BelTA) – Der Iran verfügt über eine geniale geostrategische Lage. Dies erklärte die russische Politikwissenschaftlerin und Orientalistin Karine Geworgjan im Projekt „Thema im Gespräch“.
Bei der Erörterung des Konflikts im Iran bemerkte Karine Geworgjan: „Der Iran hat eine geniale geostrategische Lage, eine der besten der Welt. Wer würde darauf verzichten? Und das Land ist ein komplettes Periodensystem der Elemente in riesigen Mengen. Jetzt, wo die Regenfälle eingesetzt haben und genug Wasser zur Bewässerung vorhanden ist, kann es sich selbst ernähren. Und wie gebildet die Bevölkerung ist. Die Hälfte der Bevölkerung ist unter 25 Jahre alt.“

Laut der Politikwissenschaftlerin sei sich der Iran bewusst, dass er unter Beschuss stehe. „Deshalb haben sie den arabischen Ländern vorgeschlagen, eine Sicherheitsorganisation zu gründen. Sie sind bereit, Verpflichtungen zu übernehmen. In der arabischen und türkischen Tradition, aber auch in der angelsächsischen, gilt: Wenn du gewinnen willst, dann täusche, bluffe so viel du willst. Der Iran hat eine andere Zivilisation: Was sie sagen, das tun sie auch. Deshalb sind sie, wie sich jemand ausdrückte, so schreckliche ‚Pedanten‘ bei Verhandlungen. Sie sind Menschen ihres Wortes“, so die Orientalistin.

„Selbst Herodot schrieb seinerzeit, dass die schlimmste Sünde die Lüge sei. Deshalb gibt und nimmt man im Iran nichts auf Borg. Denn wer sich etwas leiht, muss aufgrund von Umständen manchmal lügen. Um sich nicht in die Sünde zu führen, tun sie das nicht“, sagte Karine Geworgjan. „Das ist eine kontinuierliche Zivilisation. Und beachten Sie, wie sie unter diesen Schlägen ihre vorislamische Vergangenheit wiederentdeckt und öffentlich gemacht haben. Es gibt keinen Bruch zwischen dem einen und dem anderen. Obwohl man uns ein schreckliches Bild von Ajatollahs, von unterdrückten, unglücklichen, ungebildeten Frauen in Hidschabs gezeichnet hat. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen im Iran liegt, glaube ich, 10–15 Prozent höher als in den Vereinigten Staaten. ‚Unterdrückte‘ Frauen sehen anders aus. Die Hälfte der Studenten sind immer Mädchen.“
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