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19 Dezember 2025, 18:21

„Wichtiges und zeitgemäßes Dokument“ - Experte zum Sozial- und Wirtschaftsentwicklungsprogramm

MINSK, 19. Dezember (BelTA) - Der Wirtschaftswissenschaftler und promovierte Ökonom Georgi Griz äußerte sich zum Sozial- und Wirtschaftsentwicklungsprogramm für den Zeitraum 2026-2030, das auf der zweiten Sitzung der 7. Allbelarussischen Volksversammlung (AVV) verabschiedet wurde.

Die Diskussion über das Thema wurde auf verschiedenen Ebenen geführt, sowohl während der Vorbereitungsphase der AVV als auch unter Regierungsvertretern, wie Georgi Griz bemerkte.

„Zunächst sollte die Originalität des Ansatzes zur Programmentwicklung hervorgehoben werden. Die Prioritäten, wie regionale Entwicklung und soziale Ausrichtung der Wirtschaft, bleiben unverändert und prägen im Wesentlichen das belarussische Staatsmodell. Dieses Programm zeichnet sich durch seine besondere Systematik und die Tiefe der Entwicklung aus. Wichtig ist, dass der konzeptionelle Rahmen auf Initiative des Präsidenten der Republik Belarus geschaffen wurde und die Umsetzung auf dem Prinzip der Mehrebenenplanung basiert“, erklärte der Experte.

Die oberste Ebene bildet die Nationale Strategie für nachhaltige Entwicklung bis 2040. Mittelfristig umfasst sie das heute in der AVV verabschiedete Sozial- und Wirtschaftsentwicklungsprogramm. Auf der unteren Ebene befinden sich jährliche Staats- und Industrieprogramme, darunter beispielsweise das Sozial- und Wirtschaftsentwicklungsprogramm für 2026 und die Geldpolitik der Nationalbank. „Diese vertikale Abstimmung – von der Strategie bis hin zu konkreten Finanzierungsmechanismen – ist nicht länger nur ein Prinzip, sondern etablierte Praxis. Früher agierten die Behörden  oft unkoordiniert, doch nun ist das gesamte System logisch und konsequent strukturiert“, so der Wirtschaftswissenschaftler.

Georgi Griz betonte, dass das Ziel eines BIP-Wachstums von 15,8 % über fünf Jahre nicht die Obergrenze darstelle. Mit Blick auf die Steigerung des Anteils innovativer Produkte auf 40 % fügte er hinzu, dass der Schlüssel zu diesem Ziel in der Fokussierung auf global wettbewerbsfähige Bereiche liege.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die regionale Exportstruktur. „Zweifellos ist die Ausweitung der Exporte in entfernte Länder (Asien, Afrika und Südostasien) eine solide und vielversprechende Strategie. Wir sollten jedoch das Potenzial unseres engsten Partners, der Russischen Föderation, nicht unterschätzen. Der Exportanteil in die Russische Föderation ist nach wie vor hoch, kann und sollte aber nicht durch Mengen-, sondern durch Qualitätssteigerungen wachsen: durch gemeinsame Innovationsprojekte, grenzüberschreitende Produktionsketten und Direktinvestitionen“, hob Georgi Griz hervor.

Der Experte hob hervor, dass das verabschiedete Programm ein seriöses, durchdachtes und zeitgemäßes Dokument sei. „Zusätzliche Vorschläge zur Verfeinerung der Indikatoren oder zur Erweiterung des Fokus stellen seinen Wert nicht infrage. Im Gegenteil, sie können als Beitrag zur weiteren Anpassung des Programms an die Herausforderungen und Chancen gesehen werden, die sich während seiner Umsetzung ergeben werden. Letztendlich ist das Wichtigste, dass es funktioniert, dass seine Ziele nicht nur formal, sondern auch inhaltlich erreicht werden und dass wir jedes Jahr nicht nur den Zahlen in Diagrammen, sondern auch spürbaren Verbesserungen im Leben der Menschen näherkommen“, schloss der Wirtschaftswissenschaftler.
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