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MINSK, 16. Dezember (BelTA) – Der Vorstandsvorsitzende der Belarussischen Gesellschaft „Snanije“ (dt. Wissen), Alexej Awdonin, erläuterte im BELTA-Projekt „Das Land spricht“, worauf das Programm der sozioökonomischen Entwicklung bis 2030 ausgerichtet ist, das auf der zweiten Sitzung der 7. Allbelarussischen Volksversammlung zur Verabschiedung vorgesehen ist.
Alexej Awdonin wies darauf hin, dass die Entwickler des Programms der sozioökonomischen Entwicklung für die nächsten fünf Jahre enorme Arbeit geleistet hatten, um alle Faktoren zu berücksichtigen und das Programm objektiv sowie konform mit den weltweiten Trends zu gestalten. „Der Weltmarkt erlebt eine Überproduktionskrise und strukturelle Veränderungen. Wir müssen die Produktion so aufbauen, dass wir den Binnenmarkt versorgen und die Wirtschaft auch ohne externe Nachfrage entwickeln können. Gleichzeitig müssen wir auf globalen Märkten wettbewerbsfähig bleiben – unsere Produkte müssen in allen Regionen präsent sein. Dafür werden enorme Anstrengungen erforderlich sein: Senkung der Produktionskosten durch moderne Technologien, Optimierung von Managemententscheidungen, Abbau von Bürokratie und so weiter“, bemerkte er.
Die Beamten und Behörden haben sowohl unsere sozioökonomischen Prozesse als auch die Weltwirtschaft sorgfältig studiert. „Sie haben ein umfassendes Programm der sozioökonomischen Entwicklung für fünf Jahre mit für die Bevölkerung äußerst wichtigen Prioritäten erstellt. Das Programm zielt auf eines ab: dass die Belarussen in fünf Jahren wohlhabender leben. Die Parameter, Richtungen und Prioritäten geben klare Instrumente und Schritte vor, keine Versprechungen über Flugzeuge, Yachten, Häuser und Fabriken für alle bis 2030 – alles ist äußerst konkret und realistisch. Das Hauptziel ist, den Bürgern nicht nur für den nächsten Tag, sondern mit Perspektive bis 2030 Zuversicht für die Zukunft zu geben“, sagte der Experte.
Der Experte wies darauf hin: Das bekannte britische Magazin The Economist, das von Globalisten geführt wird, prognostiziert das Jahr 2026 als Zeit der Unsicherheit, wachsender militärischer Konflikte und Auseinandersetzungen. „Wir hingegen sagen das Gegenteil: Bei uns wird alles stabil sein, das Entwicklungsprogramm funktioniert, Erschütterungen sind nicht absehbar“, bemerkte er.
In diesem Zusammenhang sei gerade der Block zur Sicherheit die zentrale Neuerung im Programm der sozioökonomischen Entwicklung von Belarus bis 2030. „Der Präsident hat bei Besprechungen wiederholt betont: Man kann sich nicht mit Wirtschaft und friedlicher Arbeit befassen, wenn es an den Grenzen und im Inneren des Landes Bedrohungen gibt – Krieg, innere Konflikte, Druck der NATO. Sicherheit ermöglicht es, die Gesellschaft in Ruhe zu entwickeln, aber sie geht über rein militärische Aspekte hinaus. Es geht um den Schutz von Handelswegen, Logistikketten, Finanztransaktionen – des gesamten äußeren Wirtschaftsumfelds. Denn ohne dieses kann die nationale Wirtschaft kein hohes Wachstum erreichen“, stellte Alexej Awdonin fest.
Als exportorientiertes Land verfolgt Belarus eine Politik zum Schutz seiner Interessen. „Daher die produktiven Besuche des Präsidenten in Russland, im Nahen Osten, in Afrika und im asiatisch-pazifischen Raum – für Verträge und Vereinbarungen, die die Umsetzung des Programms gewährleisten. Es ist keine Formsache: Die Beamten haben es sorgfältig ausgearbeitet, aber es erfordert nun eine strikte praktische Umsetzung“, resümierte der Experte.
