MINSK, 21. November (BelTA) – Die Wissenschaftler und Forscher sollen für Nachwuchs sorgen. Das sagte Präsident Alexander Lukaschenko bei einer Besprechung zu den Fragen der nationalen Wissenschaft im Palast der Unabhängigkeit.
„Es gibt eine „Frage der Fragen“: Unsere akademischen Fachkräfte werden nicht jünger, besonders in der Anlagenforschung. Wir können die Finanzierung erhöhen, neue Gebäude und Labore bauen und sie mit modernster Ausrüstung ausstatten. Aber man muss sich ständig fragen: Wer wird dort arbeiten? Der Anteil der jungen Wissenschaftler liegt bei etwa 30 Prozent, manche sagen 40 Prozent. Es gibt große Einschnitte in der Altersgruppe 40-50 Jahre. Wir brauchen Kontinuität und Nachwuchs“, sagte Alexander Lukaschenko.
Das Staatsoberhaupt machte darauf aufmerksam, dass Wissen und Technologien veralten. Gleichzeitig sind wissenschaftliche Schulen, die von der Intelligenz junger Menschen angetrieben werden, eine Art ewiger Motor. „Ich habe schon mehrfach gesagt: Jeder von euch - allen voran Doktoren, Professoren, Akademie-Mitglieder – soll für Nachwuchs sorgen“, betonte er.
„An eigenen Schülern wird nicht nur der persönliche Erfolg eines Wissenschaftlers gemessen, sondern auch seine berufliche Eignung“, fügte Alexander Lukaschenko hinzu. „Das ist auch ein wichtiges Kriterium für den Erhalt von akademischen Titeln oder die Wahl zum Akademie-Mitglied oder dem korrespondierenden Mitglied der Nationalakademie der Wissenschaften.“
„Man muss eine Verbindung von Erfahrung und Jugend herstellen. Und was haben wir heute? Die Zahl der Forscher mit höherer wissenschaftlicher Qualifikation sinkt, in einzelnen Branchen ist sie bereits an der unteren Grenze angekommen. Eine weitere Reduzierung kann zu einem kritischen Rückgang der Kompetenz einzelner Organisationen und des wissenschaftlichen Bereichs als Ganzes führen und zu einem Hindernis für die Modernisierung der Wirtschaft werden“, resümierte das Staatsoberhaupt.
