MINSK, 14. Oktober (BelTA) – In den letzten 2 Jahren haben belarussische und chinesische Hochschulen über 170 direkte Verträge geschlossen. Das sagte Bildungsminister Andrej Iwanez während der Plenarsitzung des belarussisch-chinesischen Hochschulverbandes, die im Belarussischen Staatlichen Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges stattgefunden hat.
Der Minister betonte, dass sich die Beziehungen zwischen Belarus und China seit mehr als 30 Jahren dynamisch entwickeln. „Heute haben sie eine neue Ebene der umfassenden strategischen Allwetter-Partnerschaft erreicht. Natürlich haben die Staatschefs unserer Länder - der Präsident von Belarus, Alexander Lukaschenko, und der Vorsitzende der Volksrepublik China, Xi Jinping, die Grundlage für diese Beziehungen gelegt. Durch ihre Bemühungen wurde ein enormes Potenzial für die Entwicklung einer bilateralen, für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit geschaffen. Natürlich hat die Zusammenarbeit im Bildungsbereich eine Priorität. Bis heute gibt es mehr als 800 direkte Verträge zwischen den Hochschuleinrichtungen unserer Länder. Über 170 davon wurden in den letzten zwei Jahren unterzeichnet“, sagte Andrej Iwanez.
Im Rahmen dieser Vereinbarungen werden bilaterale wissenschaftliche und Bildungsprojekte umgesetzt. Der akademische Austausch findet statt. Es wurden gemeinsame Strukturen in Bildung und Forschung geschaffen, ihre Zahl ist in den letzten Jahren von 9 auf 20 gestiegen. „Heute gibt es neun gemeinsame Labore, neun gemeinsame Zentren und zwei Institute. Die Bildungseinrichtungen der beiden Länder setzen mehrere Projekte um, die auf dem Kooperationsplan stehen. Es wurde viel getan, aber wie unser Präsident zu Recht feststellte, ist das Potenzial der Zusammenarbeit in Bildung und Wissenschaft zwischen unseren Ländern bei weitem nicht ausgeschöpft. Wir müssen gegenseitig die besten Kompetenzen rational und zum Wohle unserer Völker einsetzen. In diesem Zusammenhang erwarten wir, dass der belarussisch-chinesische Hochschulverband, dessen Gründung vor zwei Jahren eine qualitativ neue Phase unserer Beziehungen auf Universitätsebene markiert hat, bald zu einer vollständigen Plattform für den Austausch von Wissen, Erfahrungen und der besten Praktiken zwischen den Universitäten von Belarus und China werden kann“, sagte der Bildungsminister.
Seit der Verbandsgründung wurden bereits zwei Sitzungen abgehalten und die Schlüsselbereiche der Zusammenarbeit bestimmt. Es wurden thematische Cluster gebildet und gemeinsame Initiativen ausgearbeitet. Der Minister äußerte die Hoffnung, dass die dritte Sitzung diese Dynamik beibehalten wird.
„Wir erwarten mit der heute unterzeichneten gemeinsamen Erklärung über die Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich Hochschulbildung nicht nur Fortschritte bei der strategischen Partnerschaft im akademischen Bereich, sondern auch Impulse für neue bahnbrechende Initiativen. Wir glauben auch, dass die Tätigkeit des offenen belarussisch-chinesischen gemeinsamen Labors unter dem Dach der Initiative „Ein Gürtel, eine Straße“ einen wirksamen Beitrag zur Forschung, Innovation und Entwicklung leisten wird. Auf diese Weise kann das Fundament einer langfristigen und für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit unserer Länder gestärkt werden. Außerdem erwarten wir, dass die Bildungseinrichtungen der beiden Länder durch die Erhöhung gemeinsamer Projekte in Schlüsselbereichen der Wissenschaft, Einführung innovativer Bildungstechnologien und Entwicklung interdisziplinärer Forschung voll profitieren werden“, sagte Andrej Iwanez.
Die 3. Sitzung des belarussisch-chinesischen Hochschulverbandes findet nicht umsonst im Belarussischen Staatlichen Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges statt. „Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr für unsere Völker. Es ist voller tiefer historischer Bedeutung. In diesem Jahr feiern wir den 80. Jahrestag des Sieges über den Faschismus. Und in diesem Museum, das dem Heldentum des belarussischen Volkes gewidmet ist, teilen wir zusammen mit chinesischen Kollegen die Erinnerung an die früheren Heldentaten. Dieser historische Kontext unterstreicht die Bedeutung unserer Zusammenarbeit nicht nur im akademischen und wissenschaftlichen Bereich, sondern natürlich auch bei der Stärkung der Freundschaft und der Völkerverständigung“, resümierte der Minister.
