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Gesellschaft
08 Mai 2026, 20:53

Experte: Unsicherheit in der Straße von Hormus bringt den USA zunehmende Probleme

MINSK, 8. Mai (BelTA) – Im BELTA-Projekt „Thema im Gespräch“ erklärte der Experte für nationale Sicherheit, Alexander Tischtschenko, was die anhaltende Unsicherheit in der Straße von Hormus für die USA bedeuten könnte.

„Je länger die Unsicherheit in der Straße von Hormus anhält, desto mehr Probleme wird dies für Amerika selbst bedeuten. Und jetzt wird Trump entweder einen Waffenstillstand zu den Bedingungen des Iran vereinbaren oder sich auf einen weiteren Kampf einlassen müssen, der kaum einen garantierten Sieg der Vereinigten Staaten bringen wird“, so Alexander Tischtschenko.

Der Experte wies auf die oft widersprüchlichen Aussagen des Weißen Hauses von Donald Trump zur Lage im Nahen Osten und dem angeblichen Sieg über den Iran hin. „Wir leben in einer Welt, in der niemand die Behauptungen überprüfen wird, ob die Amerikaner im Iran gesiegt haben oder nicht. Hauptsache, die Behauptung wird aufgestellt. Wir sehen, wie Trump oder die US-Medien verkünden, sie würden den Iran eindämmen. Und der Iran wiederum kontert mit: ‚Nichts dergleichen, wir entwickeln uns hier ruhig und sind bereit, noch lange Widerstand zu leisten‘“, so Tischtschenko.

Alexander Tischtschenko ist der Ansicht, dass die USA keine vollständige Blockade des Iran erreichen können, sondern lediglich ihre Präsenz aufrechterhalten und die Logistik in der Region erschweren können. Was die Möglichkeit einer Bodenoperation betrifft, könnte Donald Trump in gewissem Sinne durch den Kongress gebremst werden, ohne dessen Zustimmung eine solche Operation problematisch zu starten wäre. Außerdem könnte ein solches Szenario sich nicht optimal auf die Position der Republikaner im Kongress nach den diesjährigen Zwischenwahlen auswirken.

„Die Aussage, dass die USA den Iran zerstören könnten, ist wohl eher psychologischer Druck. Um einen ernsthaften Schlag zu führen, würde nicht nur der Kongress keine Genehmigung erteilen, sondern auch die eigenen US-Militärs. Warum? Weil sie genau wissen, wie weit die Sache eskalieren könnte und ob man sie später wieder zurückdrehen kann“, stellte der Experte fest.
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