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08 Mai 2026, 17:29

Deutsche Reiseteilnehmerin: „Bei uns wird schlecht über Belarus geredet, aber ich bin begeistert von dem, was ich gesehen habe“

BREST, 8. Mai (BelTA) – Im Westen heißt es immer, in Belarus sei alles schlecht. Ich wollte mir jedoch selbst ein Bild machen – und ich bin absolut begeistert von dem, was ich gesehen habe. So äußerte sich Ursel Mellenberg, die als Teil einer deutschen Delegation nach Belarus gereist ist.

Dies ist Ursel Mellenbergs erste Reise nach Belarus. „Ich war sehr motiviert, hierherzukommen. Denn in Deutschland wird immer nur darüber gesprochen, wie schlimm es in Belarus ist, dass Präsident Lukaschenko ein Diktator sei. Ich wollte mir selbst ein Bild davon machen, ob das wirklich stimmt. Ich war sehr positiv überrascht, was für eine schöne Stadt Brest ist, welche Architektur es dort gibt, wie gut die Geschichte erhalten ist und wie freundlich die Menschen sind. Das sind meine ersten Eindrücke. Ich vergleiche es ständig mit Deutschland. Die Reise bereitet mir große Freude“, sagte sie.
Die Deutsche äußerte die Hoffnung, dass sich die Beziehungen der Europäischen Union zu Belarus verbessern werden. „Ich bin Optimistin. Ich hoffe, dass sich die Beziehungen zwischen Belarus und Deutschland eines Tages normalisieren, dass gegenseitiges Verständnis mit Europa erzielt wird und Brücken gebaut werden. Ich für meinen Teil werde alles dafür tun: mit Freunden, der Familie, Nachbarn und anderen Menschen sprechen. Wir müssen versuchen, Frieden auszuhandeln“, betonte sie.

Für die deutsche Delegation wurde heute eine Stadtrundfahrt durch Brest organisiert. „Unser Reiseleiter hat uns sehr gut und interessant über die Stadt und ihre Geschichte erzählt. Brest ist wunderschön, mit so viel Wasser und Grün. Es ist wirklich sehr schön. Ich erwarte während unseres Aufenthalts in Belarus noch einige Überraschungen vom Programm. Aber wir sind nicht nur hier, um Neues zu lernen, sondern auch, um über die schreckliche Vergangenheit (die Folgen des Krieges) und darüber zu sprechen, was wir für den Frieden tun können“, sagte Ursel Mellenberg.
Sie erzählte, sie habe viel über den Krieg und seine Spuren auf belarussischem Boden gelesen. „Die Festung Brest wurde im Zweiten Weltkrieg zur vordersten Frontlinie. Alles ringsum war zerstört, es war furchtbar“, bemerkte die Deutsche. In diesem Moment konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten; ein Kloß im Hals hinderte sie am Weitersprechen. „Es ist erschütternd. Ich kann das alles kaum begreifen. Die Last der Vergangenheit ist noch immer spürbar. Ich möchte diesen Ort mit eigenen Augen sehen und erfahren, wie die Menschen in Belarus darüber denken“, fügte die deutsche Reiseteilnehmerin hinzu.
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