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08 Mai 2026, 15:22

An die Reichstagswand geritzt: „Golowazki aus Belarus“ – Ein Veteran des Zweiten Weltkriegs aus Gomel über den Sieg

GOMEL, 8. Mai (BelTA) – Für Alexej Alexandrowitsch Golowazki, einen Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges aus Gomel, wurde eine feierliche Parade vor seinem Fenster organisiert – komplett mit Orchester, einem Marsch junger Patrioten und dem Lied „Tag des Sieges“.

Der Präsidialberater und Inspektor für die Region Gomel, Ruslan Parchamowitsch, gratulierte dem Veteranen zum bevorstehenden Tag des Sieges. „Sie sind eine Quelle der objektiven Wahrheit und der Geschichte jener Ereignisse des Großen Vaterländischen Krieges. Vielen Dank für Ihren Beitrag zum Großen Sieg“, betonte er. Er wünschte ihm Gesundheit, ein langes Leben und dass der Frieden, der zu einem so unglaublichen Preis errungen wurde, immer über Belarus herrschen möge.
Alexej Alexandrowitsch begrüßte die Gäste im Stehen und ging nach draußen, um die Jugendlichen und Regierungsvertreter zu ehren. Er nahm die Glückwünsche und herzlichen Wünsche dankbar entgegen und nutzte die Gelegenheit, sich mit ein paar Worten an die Jugend zu wenden: „Seid des Großen Sieges und des Heldentums eurer Großväter und Urgroßväter würdig“, sagte er.
Alexej Golowazki kämpfte in der Partisaneneinheit G. K. Schukow. Er war 16 Jahre alt, als der Krieg begann. Von den ersten Tagen an half der junge Mann den Soldaten, wo er nur konnte: Er verminte eine Brücke, reinigte die Gewehre der Soldaten und vieles mehr. Später setzte er seine militärische Laufbahn als Maschinengewehrschütze in einer Spezialeinheit des NKGB der Ukrainischen SSR (Volkskommissariat für Staatssicherheit der Ukrainischen SSR) hinter den Linien in der Ukraine fort.

Dieser siegreiche Mai ist ihm für immer im Gedächtnis geblieben. Am 2. Mai 1945 ritzte der Soldat mit einem Granatsplitter „Golowatski aus Belarus“ in die Reichstagswand. Seinen 20. Geburtstag feierte er in Berlin. Anschließend leistete er fünf Jahre lang Militärdienst. In Friedenszeiten war er im Bildungswesen tätig: Von Oktober 1964 bis Juni 1986 arbeitete er als stellvertretender Direktor für Wirtschaftsangelegenheiten an der Kirow-Mittelschule im Rajon Narowlja, wo er schließlich auch in den Ruhestand ging.

Ihm wurden der Orden des Vaterländischen Krieges II. Klasse, die Medaillen „Für militärische Verdienste“, „Für Tapferkeit“, Jubiläumsmedaillen und weitere Auszeichnungen verliehen. Für die Kämpfe bei Küstrin an der Oder wurde Alexej Golowazki zum Unteroffizier befördert und mit dem Roten Stern ausgezeichnet. Die Verleihung fand nach dem Tag des Sieges statt.

„Unser Belarus lebt seit 81 Jahren unter friedlichem Himmel. Ich bin glücklich, dies noch miterleben zu dürfen“, sagte der Veteran.

Alexej Alexandrowitsch macht jeden Morgen Gymnastik. Er führte seinen Gästen einige dieser Übungen vor. Der Veteran kann sich über jedes Thema unterhalten und trägt ausdrucksstark Zeilen aus seinen Lieblingsgedichten vor. Als kreativer Mensch mit einem außergewöhnlichen musikalischen Gehör spielt er verschiedene Instrumente, zeichnet Porträts und Karten der Gegend und hat zahlreiche handschriftliche Notizen angefertigt, die in dem Buch „Ein Leben lang auf dem Weg“ veröffentlicht wurden. Alexei Golowazki ist stets über die aktuellen Nachrichten informiert und besonders besorgt über die Lage an der Grenze des Landes.

Derzeit bereitet sich der Veteran auf den feierlichen Marsch und die Parade am 9. Mai vor – er versucht, dieses Ereignis in Gomel nicht zu verpassen. Diesen Sommer plant er, mit seiner Tochter in die Natur zu ziehen.

Der Veteran wünscht sich sehnlichst Ururenkel. Er vermittelt jungen Menschen den Wert der Familie.
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