MINSK, 8. Mai (BelTA) - Der stellvertretende Premierminister Wiktor Karankewitsch, Industrieminister Andrej Kusnezow und Energieminister Denis Moros haben auf dem Militärfriedhof Blumen an der Stele für Soldaten und Partisanen sowie am Grab des unbekannten Soldaten niedergelegt.
Die Mitarbeiter des Energieministeriums, des Industrieministeriums und der Regierung pflegen eine gute Tradition: Am Vorabend des Tages des Sieges legen sie auf dem Militärfriedhof Blumen nieder und gedenken so der Helden des Krieges. „Das ist ein sehr wichtiger Tag. Ich würde sagen, es ist ein heiliger Tag für jeden Belarussen – der Tag des Sieges. Es ist ein Feiertag, der den Sieg des Guten und der Gerechtigkeit über das faschistische Böse symbolisiert“, betonte Wiktor Karankewitsch. „An diesem Tag zollen wir mit tiefempfundener Dankbarkeit und unermesslichem Stolz jenen unseren Respekt, die die Freiheit und Unabhängigkeit unseres Landes verteidigt haben. Das waren die Befreier, die an den Fronten kämpften, das waren die Menschen im Hinterland, die mit ihrer Arbeit den Sieg schmiedeten.“
Die Vertreter des Staates ehren heute diejenigen, die alles Mögliche getan haben, damit dieser Sieg zum Symbol, zur ewigen Erinnerung an die unsterbliche Heldentat des sowjetischen Volkes wurde. „Wir müssen wissen, welchen Preis unser Land für diesen Sieg bezahlt hat. Unser Volk musste unermessliche Anstrengungen unternehmen und gewaltige Opfer tragen. Es ist die Pflicht eines jeden von uns, diese Erinnerung zu bewahren, diese Wahrheit darüber zu bewahren, wie er errungen wurde – im Namen der jungen Generationen und im Namen der unsterblichen Heldentat der sowjetischen Menschen. Damit niemand sie verfälschen kann. Damit niemand auch nur einen Versucht unternimmt, diese Erinnerung aus den Herzen der jungen Generation auszurotten“, so der Vize-Premierminister.
Die Belarussen sollten den Frieden schätzen, davon ist Andrej Kusnezow überzeugt. „Für mich ist das ein strahlender Feiertag, den wir bewahren und an unsere Kinder, Enkel und Urenkel weitergeben müssen“, so Kusnezow. „Ich habe mit denen gesprochen, die gekämpft haben. Mein eigener Großvater hat zwei Kriege erlebt - den Finnischen und den Großen Vaterländischen Krieg. Meine beiden Onkel waren gefallen: einer bei Schlobin, der zweite gilt seit Leningrad als vermisst. Deshalb weiß ich, was Krieg bedeutet. Ich erkenne seinen Preis und sage meinem Kind: Wenn Krieg ausbricht, ist das schrecklich.“
Denis Moros betonte, dass der 9. Mai einerseits ein Tag der Freude sei. „Gerade am 9. Mai 1945 endete der Große Vaterländische Krieg, genau an diesem Tag besiegte das sowjetische Volk die braune faschistische Pest. Der Mai 1945 veränderte das Leben nicht nur unseres Landes, sondern der gesamten Menschheit grundlegend. Es gäbe keine moderne Welt, es gäbe kein heutiges Belarus, es gäbe all jene Errungenschaften nicht, auf die wir heute stolz sind, wenn unsere Soldaten 1945 nicht die Siegesfahne über dem Reichstag gehisst hätten“, so Moros.
Andererseits sei der 9. Mai ein Tag der Trauer. „Um diesen Sieg zu erringen, musste man ein großes Opfer bringen. Dieses Opfer wurde in erster Linie vom sowjetischen Volk gebracht, und besonders von Belarus: Bei uns starb jeder dritte Belarusse in diesem schrecklichen Krieg. An diesem Tag erinnern wir uns stets an unsere Helden und ehren ihr Andenken. Warum ist das notwendig? Es ist notwendig für diejenigen, die heute in unserem Land leben und diese Erinnerung bewahren. Aber in erster Linie für die zukünftigen Generationen. Wer seine Geschichte nicht kennt, läuft Gefahr, dieselben Fehler zu wiederholen. Wir müssen alles tun, um eine solche Tragödie in Zukunft zu verhindern“, sagte er.
