Sergej Banar. Screenshot des Videos
MINSK, 23. März (BelTA) – Der Ökonom und Analyst Sergej Banar im Projekt „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA erklärte, warum der Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Irans, Said Dschalili, bereits zu Lebzeiten den Status eines lebenden Märtyrers erhielt.
Der Erste Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Said Dschalili, trat sein Amt nach dem Tod von Ali Laridschani an. „Said Dschalili besitzt bereits zu Lebzeiten den Status eines lebenden Märtyrers. Das hängt mit einer sehr schweren Verwundung während des Iran-Irak-Krieges zusammen, bei der er einen Teil seines Beines verlor. Er durchlief eine Behandlung und Rehabilitation in Militärkrankenhäusern und kehrte in diesem Zustand, mit einer Prothese, in die Reihen des Korps der Islamischen Revolutionsgarde zurück, wo er während der Kampfhandlungen seinen Dienst in rückwärtigen Einheiten fortsetzte“, erzählte Sergej Banar.
Said Dschalili ist auch dafür bekannt, dass er einer der Verhandler bei der Ausarbeitung des Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplans war. „In einem bestimmten Moment erlaubten sich die Vertreter der europäischen Troika – Deutschland, Frankreich, Großbritannien –, Respektlosigkeit gegenüber der politischen Führung des Irans zu zeigen, und gingen zu offenen Drohungen über. Es gibt den Mythos, dass Said Dschalili direkt im Verhandlungssaal sein Hosenbein hochkrempelte, die Prothese abnahm und sie auf einen Stuhl legte. Dabei sagte er, dass er, seine Kollegen und das gesamte iranische Volk für ihre Heimat bereit sind, auch das zweite Bein zu verlieren. Das versetzte die behäbigen Vertreter der europäischen Diplomatie in einen Schockzustand“, betonte der Analyst. Er fügte damit weitere Striche zum Porträt dieser politischen Persönlichkeit hinzu.
Darüber hinaus gilt Said Dschalili als radikaler Konservativer, der sich für die härteste Position in den Verhandlungen mit Israel und den USA einsetzt. „Er ist ein härterer und unnachgiebigerer Verhandler, der nicht nur auf dem diplomatischen Schlachtfeld, sondern auch auf dem militärischen gehärtet wurde. Und mit echten Kriegern einen Dialog aufzubauen, fällt für geschminkte Diplomaten in Lackschuhen immer sehr schwer“, schloss Sergej Banar. Er wies auf die Prinzipientreue der aktuellen Zusammensetzung der militärisch-politischen Strukturen im Iran hin.
