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05 Mai 2026, 15:35

Turtschin: Gebiet Witebsk wird sich in den nächsten Jahren wandeln

MINSK, 5. Mai (BelTA) – Das Gebiet Witebsk wird sich in den nächsten Jahren sowohl optisch als auch wirtschaftlich grundlegend verändern. Das erklärte der belarussische Premierminister Alexander Turtschin gegenüber Journalisten nach der Beratung des Staatschefs mit dem Ministerrat.

Einer der Punkte auf der Tagesordnung war der Verordnungsentwurf über die Angliederung des Fleischkombinats Orscha mit seinem Einzugsgebiet an das Agrarkombinat „Dserschinski“. Damit seien Reserven für die Sanierung und Effizienzsteigerung des Betriebs in Orscha gefunden worden; es seien noch einige Finanzfragen zu klären gewesen.

„Das ist eigentlich ein Dokument, das sich aus der Beratung beim Präsidenten zum Gebiet Witebsk ergibt – einer von mehreren Beschlüssen, die auf die Umsetzung der Präsidentenweisungen abzielen. Der Umfang dieses Projekts hat sich buchstäblich während der Beratung beim Präsidenten erweitert“, erzählte Alexander Turtschin. „Ich finde, im Gebiet Witebsk gibt es bereits erste Erfolge. Wenn wir alle geplanten Vorhaben umsetzen, dann wird sich das Gebiet Witebsk meiner Meinung nach in wenigen Jahren wandeln – optisch und, was am wichtigsten ist, wirtschaftlich. Daran habe ich persönlich keinen Zweifel.“

Mit Blick auf die Übertragung weiterer Vermögenswerte an das Agrarkombinat „Dserschinski“ bemerkte der Premierminister: „Den Skaleneffekt hat noch niemand abgeschafft. Die Vergrößerung eines Geschäfts ist ein normaler evolutionärer Prozess. Das ist wirtschaftlich logisch.“

Er betonte zudem, dass Belarus ein kompaktes Land sei; es dürfe deshalb keine kleinkarierte Rivalität zwischen den Regionen geben – wie in diesem Fall, wo ein im Gebiet Minsk ansässiges Unternehmen Vermögenswerte im Gebiet Witebsk übernehme.

„Wir arbeiten in einem Land. Es wäre wirtschaftlich unsinnig, wenn ein moderner Betrieb nur zur Hälfte ausgelastet wäre. Wozu haben wir das Geld investiert? Damit er mit 50 Prozent seiner Kapazität läuft? Dann fallen keine Einnahmen an, kein Gewinn, wir können unsere Verpflichtungen nicht bedienen – und das zieht eine ganze Reihe von Folgen nach sich. Deshalb ist das die richtige Entscheidung“, sagte Alexander Turtschin.

Er führte als Beispiel an, dass nur große Produzenten direkt mit großen russischen Handelsketten zusammenarbeiten könnten; kleinere müssten auf Zwischenhändler zurückgreifen.

Was generell die Gewährung staatlicher Unterstützung in der einen oder anderen Form betreffe, so Turtschin, sei diese nur möglich, wenn das Unternehmen zuvor alles in seiner Macht Stehende getan habe – Kosten optimiert, an den Produktionskosten gearbeitet. „Dann ist es gerechtfertigt. Das ist es, was der Präsident stets einfordert“, sagte er.

Wie der Generaldirektor von Agrarkombinat „Dserschinski“, Wladimir Lukjanow, gegenüber Journalisten erläuterte, werde sich die Haupttätigkeit des Fleischkombinats Orscha im Falle seiner Angliederung an das Agrokombinat nicht ändern. Es gehe um die Herstellung von Konserven, die weiterhin im Kombinat produziert werden sollen. Zugleich sei eine Modernisierung geplant, die eine Steigerung der Produktionsmengen ermöglichen werde. Auch die Herstellung von Tierfutter im Kombinat werde geprüft.

Vom Markennamen des Fleischkombinats Orscha wolle man sich nicht trennen. „Die Marke OMKK behalten wir bei. Sie haben ihre eigene Kundschaft, daher besteht auch Nachfrage nach ihrer Marke“, betonte Wladimir Lukjanow.

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