Themen
"Thema im Gespräch "
MINSK, 3. Februar (BelTA) – Euphrosyne von Polozk war eine der ersten Aufklärerinnen, Gründerin des weiblichen Mönchtums. Darüber erzählte Reiseleiterin Sofia Matscharaschwili in der neuen Ausgabe von „Thema im Gespräch. Die Unsrigen“ auf dem YouTube-Kanal der Telegraphenagentur BelTA.
Die ostslawische Aufklärerin und Mäzene hat nicht nur steinerne Kirchen gebaut, sondern auch Menschen geistige Schönheit anerzogen. Viele einfache Menschen haben ihr beim Kirchenbau geholfen. „Gläubige Menschen halfen ihr, die Kirche zu bauen, sie sahen in ihr als eine große Seele“, sagte Sofia.
Die Sprecherin glaubt zu wissen, warum die Kirchen früher als Anziehungszentren für Menschen dienten. „Probleme, Sorgen, Krankheiten – an wen konnten sich die Menschen in Not noch wenden? Natürlich an Gott, im Gottes Ort. Sie erzählten einander, auch unter vier Augen, dass es ihnen geholfen hat. Davon zeugen auch die Einträge in den Büchern. In der Maria-Himmelfahrts-Kathedrale in Budslaw gibt es ein riesiges Buch, in dem eingetragen ist, wie Menschen geheilt wurden. Alles wurde namentlich aufgeschrieben, mit Angabe von Monat und Jahr“, bemerkte sie.
Die Bloggerin Xenia Leschinskaja sagte, im 12. Jahrhundert habe es nur sehr wenige Kirchen gegeben. Steinerne Bauten wurden für ihre Einmaligkeit und unikale Schönheit geschätzt. Heute würden viele Bauten errichtet, jedes Gebäude habe seine eigene architektonische Gestalt. Und damals war der Bau einer Steinkirche, zum Beispiel in Polozk oder Jaroslawl, ein echtes Ereignis.
Sofia Matscharaschwili erinnerte an den berühmten Ausdruck, dass der Herr einen besonderen Moment zum Beten gibt. "Und Polozk ist dieser Moment. Man fährt durch Städte und Dörfer und fängt an, die Heimat so zu lieben, wie kein anderer. Aber wir haben die Möglichkeit, diese Kirchen zu „berühren“. Wischnewo, Woloschin, wunderbares Iwenez – diese Orte haben jeder etwas Besonderes. Und am Anfang dieses Weges stand Eurphrosyne“ - so die Reiseleiterin
