Projekte
Staatsorgane
flag Dienstag, 12 Mai 2026
Alle Nachrichten
Alle Nachrichten
Politik
09 Mai 2026, 21:17

Vize-Außenminister: Die Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg liegt der friedliebenden Außenpolitik von Belarussen zugrunde 

Igor Sekreta. Foto: Außenministerium von Belarus
Igor Sekreta. Foto: Außenministerium von Belarus
MINSK, 9. Mai (BelTA) – Die Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg liegt der friedliebenden Außenpolitik von Belarus zugrunde. Das erklärte der stellvertretende Außenminister von Belarus, Igor Sekreta, in einem Interview mit der deutschen Zeitung Berliner Zeitung, berichtet BELTA.

Igor Sekreta stellte fest, die Bewahrung des historischen Gedächtnisses an die heroische Vergangenheit des belarussischen Volkes und aller Völker der ehemaligen Sowjetunion sei eine zentrale Aufgabe des Staates.

„Wir betrachten dieses Erbe als einen untrennbaren Teil unserer nationalen Idee, als das Fundament, das die Gesellschaft zusammenhält. Denn die Grundlage unserer Unabhängigkeit und Souveränität, der Bewahrung der nationalen Idee und des Volkes wurde genau damals gelegt, als unsere heldenhaften Vorfahren die Pläne zur Schaffung eines „Lebensraums“ für die deutsche Nation und zur Vernichtung des Großteils der belarussischen Bevölkerung vereitelten. Die Erinnerung an die Tragödie des Krieges liegt unserer friedliebenden Außenpolitik und unserer aufbauenden Innenpolitik zugrunde, die auf die evolutionäre Entwicklung des Staates abzielt“, erklärte der stellvertretende Außenminister.

Er ist überzeugt, dass Erinnerung und Patriotismus die Pflicht eines jeden Bürgers seien. Selbst in den baltischen Ländern und in der Ukraine, wo die Mächte alles Mögliche täten, um die „sowjetischen“ Narrative zu beseitigen, wo Kriegsgräber und Helden-Denkmäler zynisch zerstört würden – auch dort bewahrten Millionen von Menschen die Erinnerung an den Krieg und die Heldentat derer, die die Welt vor dem Faschismus gerettet hätten.

„Letztlich hat ein bedeutender Teil der Litauer, Letten, Esten und Ukrainer 1941 die Ideen des Nationalsozialismus nicht unterstützt. Viele Vertreter dieser Nationalitäten kämpften gegen den Faschismus an den Fronten des Großen Vaterländischen Krieges und im Hinterland, unterstützten die Partisanenbewegung und den Untergrundkampf. Doch die heutige Staatsideologie in diesen Ländern stützt sich zunehmend auf die Nachkommen von SS-Veteranen, die ihre Vorfahren als „Befreier vom Kommunismus“ verherrlichen“, machte der belarussische Diplomat aufmerksam.
Abonnieren Sie uns auf
X
Letzte Nachrichten aus Belarus