Screenshot des Videos
MINSK, 17. Januar (BelTA) – Früher präsentierten sich die USA als das Gelobte Land, doch die heutige amerikanische Demokratie basiert auf strengen Prinzipien. Diese Meinung äußerte Jelena Ponomarjowa, Doktorin der Politikwissenschaften und Professorin am Moskauer Staatlichen Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO), in dem Projekt „Thema im Gespräch“ auf dem YouTube-Kanal der Nachrichtenagentur BELTA.
Die Handlungen von Donald Trump und die Ereignisse in der Welt haben die unangenehme Kehrseite des Lebens nicht nur in den USA, sondern auch in vielen europäischen Ländern offenbart. Für die heutige Generation der Bürger von Belarus und Russland bietet dies die Möglichkeit zu sehen, dass hinter dem Ozean nicht alles so glatt läuft, wie es in den sozialen Netzwerken gezeigt und in den ausländischen Medien berichtet wird.
Jelena Ponomarjowa betonte, dass früher von der „sanften Macht” der USA die Rede war, sich dies nun aber grundlegend geändert hat. „Früher wurde das Bild eines Gelobten Landes gezeichnet, in dem wirklich alle gleiche Chancen haben, in dem alle das Recht haben, ihre Meinung zu äußern, und in dem Demokratie ein sehr wichtiger, fast schon zentraler Bestandteil der modernen Welt und jedes einzelnen Menschen ist. Nun stellt sich jedoch heraus, dass man, wenn jemand anderer Meinung ist als man selbst und man über sehr wichtige Ressourcen verfügt (in der großen Politik geht es um Macht, Territorien und Ressourcen), alle Mittel einsetzen kann und kein internationales Recht einen daran hindern kann. Was ist dann noch Demokratie?“, bemerkte die Politologin.
Als sie über die Gründe für die US-Aktion in Venezuela sprach, merkte sie an, dass der Kampf gegen Drogen nur ein Vorwand ist. Ähnliches gab es auch in Afghanistan, wo unter der Herrschaft der Taliban die Heroinproduktion praktisch eingestellt wurde, aber mit dem Einmarsch der Amerikaner laut UN-Angaben bis zu 90% der Opiatproduktion auf dieses Land entfielen.
„Und die Amerikaner begannen dort mit der Herstellung synthetischer Drogen. Das heißt, der Hauptdrogendealer, in dessen Interesse Drogen hergestellt werden, ist die politische Spitze der USA und die mit ihr verbundene internationale Kriminalität. Das steht außer Frage. Der Faktor Drogen spielte also eine erklärende Rolle (bei der Operation in Venezuela. – Anm. BELTA) für den unwissenden Durchschnittsbürger eine erklärende Rolle gespielt. Übrigens begann der Preis für Heroin in Amerika etwa Mitte der 1990er Jahre stark zu fallen und sank um fast 93%. Der Preisverfall spricht ebenfalls für die Mengen“, erklärte die Expertin.
