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Erntekampagne 2019: Lukaschenko orientiert Agrarier auf Ernteertrag von 9,5 Mio. t

Präsident 23.07.2019 | 13:31

MINSK, 23. Juli (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko fordert von den Agrariern maximalen Einsatz bei der Erntekampagne. Das erklärte er heute während der landesweiten Telefonkonferenz zur Erntekampagne.

„Die Ernte verspricht gut zu sein. Nach Prognosen soll die Bruttoernte höher ausfallen als im Vorjahr, das betrifft alle Kulturen. Deshalb sind alle aufgefordert, sich maximal ins Zeug zu legen, um das ganze Getreide, das auf dem Acker ist, einzufahren. Es ist notwendig, alle verfügbaren Reserven zu nutzen. Der angestrebte Ernteertrag ist 9,5 Millionen Tonnen, darunter meine ich sowohl Raps als auch Körnermais, Ährengräser, Buchweizen und Hirse. Wir dürfen nicht weniger ernten!“, betonte Alexander Lukaschenko. „Es ist notwendig, die Arbeit von Menschen und Maschinen so zu organisieren, dass wir alles, was in den letzten Jahren verlorengegangen war, wieder ausgleichen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer intakten Organisation der Kampagne, in der Arbeitsdisziplin und in der Einhaltung der technologischen Disziplin.“

Der Präsident stellte fest, dass die derzeitige Erntekampagne trotz nicht schlechter Wetterbedingungen nicht einfach sei. Die meisten Kulturen seien hoch gewachsen, stehen dicht und unterscheiden sich stark nach Reifegrad. „Wie ich informiert wurde, hat die Erntekampagne in diesem Sommer zehn Tage später begonnen als sonst. Das bedeutet, dass die Haupternte innerhalb von zwei Wochen abgeschlossen sein sollte, und in zwanzig Tagen sollten wir die ganze Ernte vollkommen abschließen“, so der Auftrag des Staatsoberhauptes.

Inspekteur im Gebiet Grodno Iwan Lawrinowitsch, Vorsitzender des Gebietsexekutivkomitees Grodno Wladimir Krawzow, Vizevorsitzender Iwan Shuk
Inspekteur im Gebiet Grodno Iwan Lawrinowitsch, Vorsitzender des Gebietsexekutivkomitees Grodno Wladimir Krawzow, Vizevorsitzender Iwan Shuk

Nikolai Scherstnjow, Gouverneur des Gebiets Witebsk
Nikolai Scherstnjow, Gouverneur des Gebiets Witebsk

In diesem Jahr überlappe sich die Getreideernte mit dem zweiten Stich von Gras und der Massenaussaat von Nachfrüchten, sagte der Staatschef. „Deshalb müssen die Agrarier nicht nur das Getreide ernten, was als eine vorrangige Aufgabe anzusehen ist, sondern auch – so schwer es auch sein mag – die Massenernte von Futterkraut organisieren. Und gleichzeitig müssen sie so schnell wie möglich neues Futterkraut säen, um zusätzliche Futtereinheiten zu erhalten“, sagte Alexander Lukaschenko. Nicht zu vergessen sei auch die Flachsernte. Das sei ein sehr überlasteter Zeitplan, den es so selten während der Erntezeit gebe, resümierte Alexander Lukaschenko.

Das Staatsoberhaupt forderte eine strenge Kontrolle über die Herstellung von Flachstrust, Flachsfaser und über den Rapsanbau. Gleichzeitig zeigte er sich darüber besorgt, dass die Kontrollbehörden immer noch viele Mängel und Verwerfungen aufdeckten. „Oft werden überhöhte Angaben festgestellt – das ist Schlamperei schlechthin. Solche Falschberichterstattungen sind straffällig und müssen von der Generalstaatsanwaltschaft und dem Innenministerium stärker ins Visier genommen werden. Falsche Angaben irritieren nur und lassen keine Zukunftspläne erstellen. Es mangelt an Maschinenschlössern, die Ausrüstung und Getreidetrockner sind nicht ganz auf Vordermann, der Kraftstoff ist knapp – das sind die wichtigsten Probleme dieser Kampagne“, zählte der Staatschef auf.

Der Präsident erinnerte daran, dass die Versorgung des Agrarindustriekomplexes während der Erntekampagne mit Kraftstoff die Aufgabe der Regierung sei. „Die Agrarier mit genügend Treibstoff versorgen, vor allem während der Frühjahresarbeiten und während der Ernte, das liegt in der Verantwortung des Premiers. Alles andere müssen Gouverneure sicherstellen“, sagte Alexander Lukaschenko.

Der Staatschef kritisierte erneut die aktuelle Lage rund um die Erntekampagne und einzelne Fehler vor Ort wie Treibstoffdefizit oder kaputte Technik. „Ich bin besorgt über die geringe Erntequote in der Region Gomel. Warum reden wir überhaupt von niedrigen Getreideerträgen in Gomel? Wir haben vereinbart, dass im Fall, wenn hier kein Getreide oder keine Ährengräser wachsen, auf diesen Böden Mais angebaut wird. Oder eben umgekehrt“, sagte das Staatsoberhaupt.

An der Telefonkonferenz nehmen Vertreter der Präsidialverwaltung, des Ministerrates, des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung, der Generalstaatsanwaltschaft, des Innenministeriums und des Komitees für Staatskontrolle teil. In den regionalen Studios sind Gouverneure, Helfer des Staatsoberhauptes in den Regionen sowie stellvertretende Vorsitzende der regionalen Exekutivkomitees und des Exekutivkomitees der Stadt Minsk zugeschaltet.

Der stellvertretende Premier Wladimir Dwornik sagte im Vorfeld der Telefonkonferenz vor Journalisten, dass auf allen Ebenen in bezug auf die Erntekampagne die Aufgabe klar definiert wurde: Die Ernte muss rechtzeitig eingefahren werden. In diesem Sommer wird eine höhere Ernte erwartet als im Vorjahr.

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