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09 August 2022, 17:45

Lukaschenko zum Handel mit EU: Politikerwut lässt nach, EU denkt an Business

MINSK, 9. August (BelTA) – Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hält es für notwendig, auch angesichts des Sanktionsdrucks auf den europäischen Markt nicht zu verzichten und mit Staaten zusammenzuarbeiten, wo man die einheimische Ware verkaufen kann. Das sagte er in der heutigen Sitzung des Ministerrates.

Die These, dass Belarus heute nur mit befreundeten Staaten zusammenarbeiten und die unfreundlichen Staaten beiseite lassen soll, ist grundsätzlich falsch, meint Lukaschenko. „Wir sollen die Europäische Union auf keinen Fall verlassen. Das ist unsere direkte Nachbarschaft. Früher haben wir fast die Hälfte unserer Waren in die EU exportiert“, fügte er hinzu. „Wir müssen mit ihnen zusammenarbeiten. Die EU-Politiker verzichten langsam auf ihre Wutrhetorik. Weil: Business ist Business.“

Der Staatschef verwies auf die weltweit steigende Nachfrage nach Mineraldüngern und Erdölprodukten, über die Belarus verfügt. Der Präsident ist sich sicher, dass auch die Partner in der Europäischen Union am Kauf belarussischer Waren interessiert sind.

„Vielleicht sind wir unter den aktuellen Bedingungen nicht aktiv genug bei der Einführung unserer Produkte auf diese Märkte. Wenn Europa unsere Produkte braucht, sucht es ebenfalls nach Möglichkeiten, sie zu erwerben. Deshalb sollten wir die europäischen Staaten nicht außer acht lassen. Wir sollten im Gegenteil neue Handelsketten schaffen und unsere Präsenz auf dem EU-Markt erweitern“, sagte der Staatschef.

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