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28 April 2022, 14:38

Israels Botschafter: Belarus bewahrt Gedenken an die im Zweiten Weltkrieg ermordeten Juden

MINSK, 28. April (BelTA) – Belarus bewahrt mit großer Ehrfurcht das Gedenken an alle Juden, die im Großen Vaterländischen Krieg auf seinem Territorium ermordet wurden. Das sagte der Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafter Israels in Belarus Alex Goldman-Schaiman vor Journalisten.

„Die Zusammenarbeit mit Belarus an der Holocaust-Geschichte ist für uns sehr wichtig. 800 Tausend Juden wurden hier getötet. Es ist sehr wichtig, dass alle Informationen über die ermordeten Juden hier zu finden sind und dass in Belarus das Gedenken an die Opfer in Ehren bewahrt wird“, so Alex Goldman-Schaiman. „Der Völkermord an der belarussischen Bevölkerung ist ein Thema, mit dem sich die Generalstaatsanwaltschaft von Belarus befasst. Es ist sehr wichtig für uns, Informationen über die jüdischen Opfer zu erhalten. Eine Sammlung zu diesem Thema wurde kürzlich veröffentlicht. Jeder Mensch hat einen Namen, und für uns ist es wichtig, dass diese 800 Tausend Juden, die brutal ermordet wurden, nicht vergessen werden und ihre Namen nach ihrem Tod nicht in Vergessenheit geraten.“

Das Belarussische Staatliche Museum für die Geschichte des Großen Vaterländischen Krieges hat heute, am Tag des Gedenkens an Holocaust und Heldentum, eine Gedenkveranstaltung organisiert. Während der Zeremonie wird Alex Goldman-Schaiman den Nachkommen belarussischer Bürger, die während des Krieges Juden gerettet haben und die von der Sonderkommission der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem mit diesem hohen Titel ausgezeichnet wurden, Diplome und Medaillen überreichen.

„In diesen dunklen Tagen sind die gerechten unter den Völkern wahre Lichtblicke. Heute ehren wir Vertreter zweier Familien. Leider sind die Gerechten selbst tot, aber ihre Enkelkinder werden Ehrenmedaillen erhalten. Mehr als 700 Menschen in Belarus wurden ausgezeichnet, aber es gab noch viel mehr Menschen, die den Juden im Krieg das Leben gerettet haben. Mit großer Ehrfurcht und Begeisterung würdigen wir diese Helden, die während des Zweiten Weltkriegs Juden retteten und dabei in den meisten Fällen ihr Leben und das ihrer Familien riskierten“, so der Botschafter.

Im Rahmen der Veranstaltung wird eine Ausstellung mit dem Titel „Kunst in Zeiten von Holocaust“ aus den Kunstsammlungen von Yad Vashem gezeigt. Die ausgestellten Werke, die zwischen 1939 und 1945 von zwanzig Künstlern - von denen die meisten nicht überlebten - geschaffen wurden, spiegeln die Spannung zwischen dem Wunsch, ihre Erfahrungen mit den schrecklichen Ereignissen künstlerisch zu dokumentieren, und dem Wunsch, sich zu befreien - in das Reich der Kunst, der Fantasie und des Glaubens. Die Werke, die meist unter Todesgefahr entstanden, waren ein Zeugnis für die Kraft des menschlichen Geistes.

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