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Gesellschaft
19 November 2021, 13:31

Verbrechen an der Grenze: Ermittlungskomitee spricht von 65 Betroffenen

MINSK, 19. November (BelTA) – Im Strafverfahren wegen Verbrechen gegen die Sicherheit der Menschlichkeit sind bereits 65 Personen als Opfer bzw. Betroffene anerkannt worden. Das sagte der Vorsitzende des Ermittlungskomitees Dmitri Gora heute vor Journalisten.

Nach den Ereignissen an der belarussisch-polnischen Grenze am 16. November sind die belarussischen Ermittler schnell am Ort des Geschehens eingetroffen, um eine Inspektion durchzuführen und dringende Ermittlungsmaßnahmen einzuleiten. „Wir sind immer noch am Ort des Verbrechens und setzen die Untersuchung fort. In erster Linie bestand unsere Aufgabe darin, die Spuren illegaler Handlungen, sprich des begangenen Verbrechens seitens polnischer Sicherheitskräfte festzustellen. Der Tatort wurde von den Experten des Staatlichen Komitees für gerichtsmedizinische Untersuchungen gründlich untersucht, und es wurden materielle Gegenstände, darunter Granaten, Behälter mit Betäubungsgranaten, Waschmittel, Bodenproben und Pflanzenwaschmittel zur Untersuchung entnommen. Vorläufige Ergebnisse der Untersuchung wurden gestern von Vertretern der Fachinstitutionen bekannt gegeben“, sagte Dmitri Gora.

Die Ermittler setzen ihre Arbeit fort. „Die Ergebnisse der ersten Ermittlungsmaßnahmen sowie die durchgeführten Analysen deuten darauf hin, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelt. Die rechtswidrigen Handlungen werden schon seit langem begangen. Dem Untersuchungsausschuss liegen Strafsachen und Untersuchungsunterlagen zu den rechtswidrigen Handlungen polnischer Beamter vor, die auch zum Tod der Opfer geführt haben. Es handelt sich um unterlassene Hilfeleistung, gewaltsames Zurückdrängen von Personen auf das Territorium der Republik Belarus“, sagte der Vorsitzende des Ermittlungskomitees. „Die Analyse der gesamten Situation legt nahe, dass in diesem Fall ein Verbrechen gegen die Sicherheit der Menschlichkeit begangen wurde.“

Am 16. November hat das Ermittlungskomitee der Stadt Grodno ein Strafverfahren eingeleitet. „Das Verfahren liegt bereits dem Zentralapparat des Ermittlungskomitees vor. Es wurden 65 Personen vernommen und als Opfer der begangenen Verbrechen anerkannt. Es handelt sich um zwei Bürger der Republik Belarus, einen Bürger der Russischen Föderation – alles Journalisten . Der Rest sind irakische Bürger, darunter 14 Minderjährige, 6 Kinder, Frauen“, betonte er. „Wir führen Vernehmungen durch und ordnen sofortige Gutachten an, um die Schwere der Körperverletzungen festzustellen. Wir arbeiten mit den medizinischen Einrichtungen zusammen, um alle Personen zu erfassen, die medizinische Hilfe beantragt haben, und alle Personen, die unter rechtswidrigen Handlungen gelitten haben.“

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