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Mark Foy: AKW-Stresstest-Bericht entspricht europäischen Forderungen

Wirtschaft 09.08.2018 | 15:23
Archivfoto
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MINSK, 9. August (BelTA) – Der belarussische Bericht über die AKW-Stresstest-Überprüfungen entspricht allen europäischen Forderungen an das Betreiben von KKWs. Das sagte Mark Foy, Leiter einer europäischen Expertengruppe, die die Ergebnisse der Stresstests im Belarussischen Atomkraftwerk gesichtet hat.

„Wir sind zum Schluss gekommen, dass der belarussische Bericht im Großen und Ganzen allen EU-Normen in diesem Bereich entspricht. Unsere Experten übergaben dem belarussischen AKW-Betreiber schriftlich 460 Fragen und erhielten im Verlauf der partnerschaftlichen Überprüfung alle erforderlichen Antworten. Das Departement für Atom- und Strahlensicherheit des belarussischen Katastrophenschutzministeriums (Gosatomnadsor) hat binnen einer kurzen Zeit sogar solche Fragen beantwortet, die über das Thema „Stress-Tests“ hinausgehen“, so Foy. Gosatomnadsor beantwortete dabei sowohl schriftlich als auch mündlich gestellte Fragen.

Die Experten bestätigten, dass Belarus ein WWER-Atomkraftwerk baut und gaben in Bezug auf die AKW-Sicherheit einige essenzielle Empfehlungen. Diese müssten bei der Stärkung der AKW-Sicherheit berücksichtigt werden.

Die Empfehlungen betreffen die „Angemessenheit der Sicherheitsgrenzen bei Unfällen und Installation zusätzlicher Anlagen.“ Die Expertengruppe wollte eine bessere AKW-Sicherheit bei seismischen Aktivitäten und unter solchen Bedingungen, die über die im Projekt angegebenen hinauslaufen.

Die europäischen Atomexperten lobten positive Praktiken bei der Umsetzung des belarussischen Energieprojektes. Dazu zählen ihrer Meinung nach passive Sicherheitssysteme, Schutzmaßnahmen zur Verhinderung und Steuerung von schweren Unfällen, die Arbeit eines Bildungs- und Trainingszentrums mit vollwertigen Simulatoren, ein komplett ausgestattetes Feuerwehrhaus.

Die Stresstests am Belarussischen AKW wurden 2016 gemäß ENSREG durchgeführt. Die Ergebnisse der Stresstests, die Belarus im Dezember 2016 durchgeführt hat wurden von Atomexperten ausgewertet und an die nationale Atomenergiebehörde geleitet. Auf Grundlage dieser Dokumente wurde ein Länderbericht erstellt und der EU-Kommission vorgelegt. Eine bevollmächtige ENSREG-Gruppe hat den belarussischen AKW-Stresstest-Bericht geprüft, die Antworten auf zusätzliche Fragen erhalten und im März dieses Jahres den AKW-Bauort besucht.

Der Rat für partnerschaftliche Überprüfung hat im Anschluss an den AKW-Besuch einen Berichtentwurf mit Schlussfolgerungen vorgelegt, zu denen vorhin auch die EU-Experten gekommen waren, die das Atomkraftwerk auf seine Standfestigkeit gegenüber extremen Naturfaktoren überprüft haben.

Das Belarussische AKW ist ein Projekt zum Bau des Atomkraftwerkes vom Typ WWER-1200, das 18 km von Ostrowez (Gebiet Grodno) umgesetzt wird. Der erste Energieblock soll 2019 ans Netz gehen. Der zweite Block soll 2020 betriebsbereit sein.

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