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Dapkjunas: Steigender Menschenhandel ist Schande für die Menschheit

Politik 30.07.2018 | 17:17
Beim Pressebriefing
Beim Pressebriefing

MINSK, 30. Juli (BelTA) – Steigender Menschenhandel ist eine Schande für die ganze Menschheit. Das erklärte Vizeminister für Auswärtige Angelegenheiten Andrej Dapkjunas bei einem Pressebriefing, das gemeinsam vom Außenministerium und der IOM-Repräsentanz in Belarus zum Welttag gegen Menschenhandel einberufen wurde.

„Der Welttag gegen Menschenhandel wurde 2014 zum ersten Mal begangen. Mit jedem Jahr liefert er aber neue Denkanstöße. An diesem Tag müssen wir alle gemeinsam daran denken, wie hoch die Zahl jener Personen ist, die den modernen Menschenhändlern zu Opfer gefallen sind, und uns darauf besinnen, was wir gemeinsam gegen dieses Übel tun können, um solche Verbrechen ein für allemal aus dem gesellschaftlichen Alltag weg zu radieren“, sagte er.

Die globale Freizügigkeit stelle einen fruchtbaren Nährboden für moderne Formen der Ausbeutung von Menschen dar, sagte der Diplomat. „Menschenhändler sind in der Regel hinter solchen Personen her, die so sehr nach Schutz suchen. Sie betrügen und bedrohen. Ihre Opfer sind Migranten und Flüchtlinge, Frauen und Kinder. Menschenhändler werden immer raffinierter und bedienen sich sehr geschickt moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie sind im Internet sehr aktiv. Ihre Zielscheibe sind vor allem junge Menschen“, erzählte er.

Gemeinsam mit der UN-Gruppe der Freunde hat Belarus im September 2017 im Hauptquartier der Vereinten Nationen eine Dialogrunde zum Thema „Menschenhandel mit Minderjährigen im digitalen Zeitalter“ organisiert. Im Mittelpunkt standen internationale Bemühungen um die Bekämpfung des Menschenhandels und der Kampf gegen Kinderprostitution und Pornographie. Von der hohen Tribüne sprachen auch US-Abgeordnete, Leiter der OSZE und UNODC, Vertreter internationaler Nichtregierungsorganisationen.

Vieles, was während des Dialogs und beim Plenum zum Ausdruck gebracht wurde, fand in der von Belarus initiierten und von UN-Kommission für Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege verabschiedeten Resolution Niederschlag. Die Resolution zielt auf die technologisch basierte Bekämpfung des Menschenhandels ab.

Dapkjunas erzählte über die Informationskampagne „Stopp den Menschenhandel“, die Belarus gemeinsam mit IOM und anderen Partnern im Sommer veranstaltet. Jungen Menschen wird vermittelt, wie sie potentielle Menschenhändler erkennen können und wie sie entsprechende Risiken und Gefahren meiden sollen. Dieses Wissen wird dann auch weiter verbreitet, was Dapkjunas sehr positiv findet.

Am Pressebriefing nahmen Chef der Vertretung der Internationalen Organisation für Migration (IOM) in Belarus, Zeynal Hajiyev, UN-Vertreterin von Belarus, Joanna Kazana-Wisniowiecki, Vertreter aus der Verwaltung, internationalen Institutionen und Wissenschaftler teil.

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